top of page

Ideen, die hängen bleiben.

Meine Arbeit bewegt sich zwischen angewandtem Design und freier Kunst – von gedruckten Medien bis zu digitalen Anwendungen.

 

Nach meinem Studium der Visuellen Kommunikation mit Schwerpunkt Grafikdesign und beruflichen Stationen in Düsseldorf gründete ich 2004 mein eigenes Atelier in Hückeswagen.

 

Seit über 30 Jahren entwickle ich eigenständige, durchdachte Gestaltung für Kulturinstitutionen sowie für Auftraggeber aus Wirtschaft, Handel und Medizin. Meine Arbeit reicht von Plakaten, Publikationen und Kampagnen über Verpackungs- und Etikettengestaltung bis hin zur Ausstellungsgestaltung für Museen und andere Ausstellungsorte.

​

Seit 2008 werde ich regelmäßig zu Briefmarkenwettbewerben eingeladen. Mehr als 30 meiner Entwürfe wurden als Briefmarken realisiert.

​

Im Jahr 2023 habe ich mich verstärkt der freien Kunst zugewandt und den Linoldruck, mit dem ich schon zuvor viel gearbeitet hatte, zum Schwerpunkt meiner freien künstlerischen Arbeit gemacht. „Linoldruck 3.0“ nenne ich einen Teil meiner Linoldruckarbeiten, in dem ich traditionelles Handwerk mit experimentellen Überlagerungen mehrerer Drucklagen und Typografie verbinde.

​

Ob angewandt oder frei: Am Anfang steht für mich das Konzept. Form, Farbe und Schrift geben dem jeweiligen Anliegen Gestalt. Konzeptionelle Klarheit und die Balance zwischen Funktionalität und ästhetischer Aussage sind in beiden Bereichen gleichermaßen wichtig. So entstehen eigenständige Arbeiten mit Tiefe und Haltung, die über den ersten Eindruck hinaus Bestand haben.

​

Ich lebe und arbeite in Hückeswagen im Bergischen Land und in Ürzig an der Mittelmosel. Beide Orte sind für mich Zuhause und Arbeitsort gleichermaßen.

NicoleElsenbach.jpg

Typo, ergo sum.

Typo, ergo sum. ist meine künstlerische Philosophie, inspiriert von Descartes’ berühmtem Cogito, ergo sum. In Anlehnung an diesen Gedanken reflektiere ich, dass mein kreatives Schaffen in Form von Linolschnitten und Typografie nicht nur mein Tun, sondern auch mein Sein formt und definiert.

​

Ich gestalte, also bin ich.

Wenn ich meine Ideen in den Werkstoff schneide, fühle ich mich lebendig. Der kreative Akt des Schnitzens und Gestaltens gibt meinem Dasein Form und Inhalt. Jeder Schnitt in das Linoleum, das Entfernen von Material, das Herausarbeiten von Flächen, Buchstaben und Umrissen ist ein Ausdruck meiner Existenz und meiner Ideen. In diesem Prozess finde ich meine Identität und meine künstlerische Stimme.

​

Ich drucke, also bin ich.

Wenn ich Farbe auf meine Vorlage auftrage und den Druck ausführe, dann verbinde ich mich mit dem Material und dem Moment. Es gibt diesen wunderbaren einzigartigen Moment, wenn ich das Papier vom Druckstock abziehe und das Ergebnis zu Tage tritt. Der Druck zeigt, dass ich hier bin und meine Visionen umsetze. Es ist ein physisches Bekenntnis zu meinem Sein. Dieser Prozess ist für mich eine tiefe Manifestation dessen, wer ich bin.

 

Ich typografiere, also bin ich.

Die Schrift spielt in meinem Schaffen eine zentrale Rolle, denn sie ist ein kraftvolles Mittel, um Gedanken und Emotionen zu transportieren. Mit jeder typografischen Entscheidung forme ich nicht nur das visuelle Erscheinungsbild meiner Arbeiten, sondern gebe meinen Ideen eine Stimme. Durch die Wahl von Buchstaben und deren Anordnung kreiere ich eine Verbindung zwischen meinem Inneren und der Außenwelt, und ermögliche es den Betrachtern, in meine Gedankenwelt einzutauchen.


Ich mache Fehler, also bin ich. 

Linolschnitt weist Ungenauigkeiten auf, es gibt „Druck“-Fehler und es entstehen auch unschöne Abdrucke. Ich feiere diese Aspekte meines Schaffens. Jedes Missgeschick ist eine Chance, zu wachsen und neue Wege zu entdecken. Diese Unvollkommenheiten machen mein Werk authentisch und menschlich. Ich habe gelernt, Fehler zu akzeptieren und sie als Teil meines kreativen Prozesses anzunehmen. Anstatt immer nach absoluter Perfektion zu streben, finde ich in diesen Unvollkommenheiten oft neue Inspiration.

 

Durch all diese Aspekte drücke ich nicht nur meine Kunst aus, sondern auch meine eigene Existenz. Mein Motto erinnert mich daran, dass jeder Schritt im kreativen Prozess – gleich ob erfolgreich oder nicht – auch in meinem Leben von Bedeutung ist und einen wertvollen Teil meiner Identität formt. Die Unterscheidung zwischen Kunst und Leben verschwimmt, und ich erkenne, dass jeder Moment, jede Erfahrung, mich prägt und bereichert.

 

Ich bin.

​

bottom of page